Dämmung von Decken und Böden

Bei Wärme- und Trittschallschutz von Decken oder Böden ist auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen Rücksicht zu nehmen. Natürlich sollten Sie dabei die Bauteile Ihres Hauses oder Wohnung auf das Niveau
"NE-Haus = Niedrigenergiehaus" bringen, um Wärmeverluste gering zu halten. Beim Wärmeschutz sind die Richtlinien NE-Haus heute schon Standard und Passivhäuser anzustreben!

Das Maß für den Wärmeverlust von Bauteilen ist der U-Wert (früher K-Wert). Je geringer dieser Wert, desto besser die Wärmedämmung! Siehe auch Bauphysik.

Energiesparen ist die wichtigste Energieform der Zukunft!

1. Erdberührte Fußböden

Trotz ganzjährig konstanten Temperaturbereich von +8°C bis +12°C bei überbauten Erdreich ist eine optimale Wärmedämmung von erdberührten Böden vorzusehen. Wichtig dabei ist eine einwandfreie Feuchtigkeitsabdichtung des Bauteils, obwohl austyrol - Dämmstoffe für diesen Anwendungsfall weitgehend feuchtigkeitsunempfindlich sind. Zur Vermeidung von Wärmebrücken wird eine zweilagige Verlegung der Dämmschicht empfohlen. Rohrleitungen werden meist in die Ausgleichschüttung verlegt, oder in die erste Lage Dämmstoff, wenn die Decke eine ausreichende Ebenheit und Niveauausgeglichenheit besitzt.

Achtung: Bei Mehrlagigkeit der Dämmschicht ist auf versetze Stoßfugen zu achten!

Wenn vorgegebene Bauhöhen einzuhalten sind, das ist der Fall, wenn Türen etwas niedrig gesetzt wurden und wenn die einzuhaltenden Estrichdicken geringe Dämmstoffdicken erforderlich machen, kann auf Dämmstofftypen von austyrol mit höheren Dämmvermögen zurückgegriffen werden - unsere schwarz-weißen Spezial-Wärmedämmplatten bzw. Profiplatten. Grundsätzlich empfehlen wir unsere Standard-Wärmedämmplatten EPS 100/W20. Die Produkttypen (EPS 120-W25 oder EPS 150-W30) mit höherer Rohdichte haben den angenehmen Nebeneffekt der damit verbundenen höheren Belastbarkeit.

2. Innendecken gegen ungeheitzte Gebäudeteile

Da Kellerräumlichkeiten (im Gegensatz zum Erdreich) bei entsprechender Nutzung bzw. Lüftung Außentemperaturen annehmen können, andererseits aber auch vollbeheizte Räume darstellen können, ist bei der Festlegung der erforderlichen Wärmedämmung die tatsächliche Nutzung zu berücksichtigen. Für Decken gegen Kellerräumlichkeiten im engeren Sinne sehen die österreichischen Baubestimmungen höchstzulässige Wärmedurchgangskoeffizienten von U = 0,40 - 0,60 W/m²K vor. Die daraus resultierenden Dämmdicken liegen in einem Bereich von 8 - 14 cm. Aufgrund des Diffusionsstromes von oben nach unten ist auch hier die Trennfolie zwischen Estrich und Wärmedämmung als Dampfbremse (z.B. Polyethylenfolie 0,1 mm, Stöße mindestens 50cm überlappt) auszuführen. Wegen der horizontalen Körperschallübertragung ist eine Lage der Wärmedämmung aus Trittschalldämmplatten EPST 650 herzustellen.

3. Zwischengeschossdecken - Estrich

Trittschalldämmung EPST 650 oder EPST 1000

Bei Geschossdecken muss auf optimalen Trittschallschutz wert gelegt werden. Die belastbaren, elastischen austyrol - Trittschalldämmplatten EPS-T, eingebaut in Bauteil "schwimmender Estrich", verringern Lärmbelästigungen in angrenzenden Räumen auf ein Minimum. Als Kennzahl für das elastische Verhalten (Federungsvermögen) eines Trittschalldämmstoffes wird die dynamische Steifigkeit: s` = MN/m³ herangezogen.

Die Vorteile der austyrol - Trittschalldämmplatten:

  • Langzeit bewährt im Hochbau
  • Feuchtigkeitsunempfindlich (Bäder)
  • bei statischer Belastung von 5 kPa (= ca. 500kg/m²) bzw. 10 kPa (= ca. 1000kg/m²)

Verlegetipps und andere nützliche Hinweise:

  • Vermeidung von Wärmebrücken - zweilagige Verlegung; wenn Leitungen am Boden - mehrlagige Verlegung
  • Putz und Mörtelreste entfernen; Niveauausgleich - ist Estrich ungleich dick kann es zu einer Rissbildung kommen
  • Hinweis auf Estrichnorm - Verarbeitungsrichtlinien
  • Trennschicht zw. Dämmstoff und Estrich nicht vergessen
  • Warteseiten vor Weiterarbeit (Fliesen u.s.w.) 4 cm - 6 Wochen, 5 cm - 8 Wochen, 6 cm - 10 Wochen,
  • Hinweis auf Estrichschüsselung und Rückbildung nicht zu früh mit Sesselleistenmontage beginnen, sonst Spalt zw. UK-Seite und OK-Fußboden, warten bis Rückbildung (Spalte waren oft vermutete Dämmstoffsetzungen)
  • Befeuchten nach einer Woche

4. Decken gegen Durchfahrt

Bei diesen Lösungen muss natürlich eine optimale Kombination der unterschiedlichen Varianten eingesetzt werden. Der Außenbereich ist meistens als Wärmedämmverbundsystem mit unseren Standard-Fassadendämmplatten bzw. unseren höher dämmenden Spezial-Fassadendämmplatten ausgeführt, wobei natürlich auch im Innenbereich ein Trittschallsystem eingebaut werden sollte.

5. Oberste Geschossdecken - Dachbodendämmelemente

Wenn der Dachraum nicht zu Wohnzwecken genutzt wird, dann sollten Sie an eine optimale Wärmedämmung der obersten Geschossdecke denken. Denn über diese können bis zu 30 % Wärmeverlust entstehen. Sonst können Sie also bis zu 30 % der notwendigen Heizenergie für ihr Haus sparen. Die hohe Druckfestigkeit der austyrol - Wärmedämmplatten und der günstige Preis ermöglichen besonders effektive und wirtschaftliche Dämmung der obersten Geschossdecke.

Empfohlen wird eine zweilagige Verlegung des Dämmstoffes mit unseren Standard-Wärmedämmplatten. Dabei kann auf den Einbau einer Dampfbremse zwischen Dämmstoff und Rohdecke verzichtet werden, ohne dass an der Grenzschicht zur Abdeckung eine schädliche Kondenzwasserbildung auftritt. Bei großen Dicken reicht der innere Diffusionswiderstand von EPS -Dämmstoffen aus, um die gesamte Konstruktion kondenzwasserfrei zu halten.

Siehe auch Dachbodendämmelemente.

Weitere Fragen richten sie bitte an marketing@ausyrol.at.