Wärmedämmung von Außenwänden

Bei der Wärmedämmung von Außenwänden unterscheiden wir je nachdem, ob sich die Wände unter der Erde, im Übergangsbereich oder über der Erde befinden, welches Material verwendet wird.

1. Fassade mit WDVS ( Wärmedämmverbundsystem ) mit Fassadendämmplatten - Einschaliges Mauerwerk

Wärmedämmverbundsysteme sollen grundsätzlich Wärme dämmen und Gebäude vor Witterungseinflüssen schützen. Sie sorgen aber nicht für die Luftdichtheit der Außenwand. Diese müssen durch den Wandbildner selbst bzw. durch entsprechende bauliche Maßnahmen bei Einbauten sichergestellt werden. Die ETAG 004 bezeichnet WDVS als ein System von vorgefertigtem Wärmedämmstoff, der auf die Wand geklebt oder mit Hilfe von Dübeln, Profilen, oder Spezialteilen befestigt und mit Putz versehen wird.

Systeme bestehen also aus: Kleber, Dämmstoff, Dübel, Unterputz, Bewehrung ( Textilglasgitter ) Oberputz und Zubehörteile ( Gewebewinkel, diverse Anschlussprofile,… )

Wir empfehlen folgende Produkte: EPS-80F und für höher dämmende Anforderungen: EPS-80F/B&W,
EPS 80-F/B&W-032 und EPS 80-F/profi

Achten sie auf Systemsicherheit!

Die einzelnen Schichten müssen aufeinander abgestimmt sein. Dies trifft im speziellen ganz besonders auf Kleber, Armierungsmasse, Textilglasgitter, Grundierung und Deckschichte (Putz) zu. Durch die jahrzehntelange Erfahrung der Systemanbieter - sowie bei den Mitgliedern der "Qualitätsgruppe-Wärmedämm-Verbundsysteme" - haben Sie die Gewähr absoluter Systemsicherheit. Natürlich müssen die einzelnen Komponenten bzw. das ganze System CE zertifiziert sein.

Zertifizierung lt. EU-Normen ist bei uns der normale Standard, da unsere Fassadendämmplatten beim AMT DER WIENER LANDESREGIERUNG - ZERTIFIZIERUNGSSTELLE FÜR BAUPRODUKTE ( Z 0010/2003 ) jährlich zertifiziert werden.

Diffusionsverhalten

Oft wird im Zusammenhang mit WDVS - Wärmedämmverbundsysteme der Begriff "ATMUNGSAKTIV " ins Spiel gebracht. So wie jeder andere Baustoff, können auch unsere Dämmplatten nicht "atmen"! a u s t y r o l - Dämmstoffe haben jedoch ein hervorragendes Diffusionsverhalten und das ist entscheidend für kondensatfreie, trockene Wände und damit für Ihr persönliches, behagliches Wohlgefühl. So z.B. verhält sich unsere Standard-Fassadenplatte diffusionstechnisch gesehen wie Weichholz ( Blockhaus! ). Moderne Außenwandverbundsysteme können größere Kondensatmengen locker an der Außenwand verdunsten, auch wenn Sie und Ihre Familie noch so viel Wasserdampf beim Wohnen, Kochen, Baden, Waschen erzeugen. Sollten Sie einen noch schnelleren Wasserdampf-Durchgang bei Ihren Wandkonstruktionen wünschen, bzw. den gleichen Diffusionswiderstand wie beim modernen porosierten Wandbauziegel fordern, dann können die Systemanbieter unsere gelochten Spezialplatten ( …-dry Typen ) anbieten.

Produktempfehlung
Unsere diffusionsoffenen Typen wie: EPS 80-F/dry, EPS 80-F/B&W-dry, EPS 80-F/B&W032-dry, EPS 80-F/profi-dry

Normen

Die Materialeigenschaften werden in bestimmten Regelwerken und Richtlinien mit den entsprechenden Anforderungen in Zusammenhang gestellt. In der Praxis wird das in der Regel so ablaufen, dass der Planer oder Baumeister in der Anwendungsnorm ÖNORM B 6400 und B 6410 das jeweilige Bauteil aufsucht und dort die entsprechenden Hinweise zur Auswahl eines geeigneten Dämmstoffes findet. Dies erfolgt über einen so genannten Code- bzw. Bezeichnungsschlüssel mit den erforderlichen Leistungsdaten des Dämmstoffes. Allgemein bezugnehmende, einschlägige Produktnormen finden Sie unter: ON EN 13 163

Thermische Sanierung

Unter thermischer Sanierung versteht man Maßnahmen zur Verbesserung der energetischen Qualität eines Hauses. Bei einem Großteil der Gebäude zwischen 1945 und 1980 ist dies deutlich schlechter als im Neubau. WDVS tragen dazu bei, die Heizkosten deutlich zu reduzieren und den Wohnkomfort sowie die Behaglichkeit wesentlich zu steigern. Zudem dienen WDVS in dieser Anwendung auch zur Sanierung eventuell schadhafter Bausubstanz, anstelle reiner Putz und Anstrichlösungen.

Um ev. Probleme bei der Sanierung mit Dicken zu lösen, empfehlen wir Ihnen unsere höher dämmenden Produkte wie EPS80-F/B&W / B&W032 und /profi

Verarbeitung des Dämmstoffes

Wichtig ist, dass während der gesamten Verarbeitungs-, Trocknungs- und Erhärtungsphase die Umgebungs-, Untergrund- und Materialtemperatur mindestens + 5°C betragen sollte. Ebenso können ungünstige Witterungseinflüsse wie z.B. Temperaturen über + 30°C, Wind und direkte Sonneneinstrahlung die Verarbeitungseigenschaften verändern. Hier sind zusätzliche Maßnahmen wie z.B.: Beschattung durch geeignete Gerüstnetze zu treffen.

2. Sockeldämmung mit Automaten-Sockeldämmplatten

Im Sockelbereich sollten nur aufeinander abgestimmte Komponenten eines Systems verwendet werden und die geeigneten Wärmedämmplatten lt. Angaben des Systemherstellers EPS-AS bzw. XPS eingesetzt werden. Hier sind vor allem die mechanischen und feuchtebedingten Beanspruchungen zu beachten. Als Sockelbereich sprechen wir von der Gelände- bzw. Belagsoberkante bis zu einer Höhe von mind. 30 cm. Für die Verarbeitung sollte ein Sockel von mind. einer Plattenhöhe vorgesehen werden.

Wir empfehlen hier unsere EPS-AS bzw. XPS Platten die besonders gute Eigenschaften bezüglich Wasseraufnahme verfügen.

3. Perimeterdämmung mit Automaten-Perimeterdämmplatten oder Extrudierten Polystyroldämmplatten XPS

Für die Perimeterdämmung ist die Außenseite des betreffenden Bauteils z.B.: Kellerwand außerhalb der Bauwerksabdichtung anzusehen.

Hier werden normalerweise XPS-Platten, wenn möglich mit Stufenfalz, eingesetzt (bei uns derzeit nur auf Anfrage!)

4. Kerndämmung mit Wärmedämmplatten - Zweischaliges Mauerwerk

Fragen hierzu richten sie bitte an marketing@ausyrol.at

Weitere Verarbeitungsrichtlinien bzw. Vorgaben sind mit dem jeweiligen Systemhersteller abzusprechen. Dies gilt auch für die Verwendung von Dübeln, Verlegen von Platten, Kleberauftrag, Ecken- und Anschlussdetailverarbeitung u.v.m.