Wärmedämmung von Außenwänden

Bei der Wärmedämmung von Außenwänden unterscheiden wir bei der Materialauswahl, ob sich die Wände unter der Erde, im Übergangsbereich oder über der Erde befinden:

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1. Fassade mit WDVS (Außenwand-Wärmedämmverbundsystem) - Einschaliges Mauerwerk

2. Sockeldämmung mit Automaten-Sockeldämmplatten

3. Perimeterdämmung mit Automaten-Perimeterdämmplatten oder Extrudierten Polystyroldämmplatten XPS

[ FASSADE MIT WDVS - WÄRMEDÄMMVERBUNDSYSTEM ]

Wärmedämmverbundsysteme sollen grundsätzlich Heizkosten sparen und Gebäude vor Witterungseinflüssen schützen. Sie sorgen aber nicht für die Luftdichtheit der Außenwand. Diese müssen durch den Wandbildner selbst bzw. durch entsprechende bauliche Maßnahmen bei Einbauten sichergestellt werden.

Achten sie auf Systemsicherheit: Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) bestehen aus einer Kombination von geprüften Komponenten wie Kleber, Dämmstoff, Dübel, Unterputz, Bewehrung (Textilglasgitter), oberputz und Zubehörteilen (Gewebewinkel, diverse Anschlussprofile...). Die einzelnen Schichten müssen aufeinander abgestimmt sein. Dies trifft im speziellen auf Dämmung, Kleber, Armierungsmasse, Textilglasgitter, Grundierung und Deck- schichte (Putz) zu. Durch die jahrzehntelange Erfahrung der Systemanbieter - sowie bei den Mitgliedern der „Qualitätsgruppe-Wärmedämm-Verbundsysteme“ - haben Sie die Gewähr absoluter Systemsicherheit.

page8image59274240 Natürlich müssen die einzelnen Komponenten bzw. das ganze System CE zertifiziert sein.

Diffusionsverhalten unserer Produkte: So oft wird im Zusammenhang mit Wärmedämmverbundsysteme der Begriff „Atmungsaktiv“ ins Spiel gebracht. Wie jeder andere Baustoff, können auch unsere Dämmplatten nicht „atmen“! austyrol - Dämmstoffe haben jedoch ein hervorragendes Diffusionsverhalten und das ist entscheidend für kondensatfreie, trockene Wände und damit für ihr persönliches, behagliches Wohlgefühl z.B. verhält sich unsere Standard-Fassadenplatte diffusionstechnisch gesehen wie Weichholz (Blockhaus!). Bei modernen WDVS können größere Kondensatmengen locker an der Außenwand verdunsten, auch wenn sie und ihre Familie noch so viel Wasserdampf beim Wohnen, Kochen, Baden, Waschen erzeugen. Sollten Sie einen noch schnelleren Wasserdampf-Durchgang bei Ihren Wandkonstruktionen wünschen, bzw. den gleichen Diffusionswiderstand wie beim modernen porosierten Wandbauziegel fordern, können die Systemanbieter unsere gelochten Spezialplatten (z.B.: EPS 80-F/dry, EPS 80-F/profi-dry) anbieten.

Normen / Zertifizierung: Zertifizierung lt. EU-Normen ist bei uns normaler Standard, da unsere Fassadendämmplatten beim Amt der Wiener Landesregierung - Zertifizierungsstelle für Bauprodukte (Z 0010/2003) zertifiziert sind.

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Die Materialeigenschaften werden in bestimmten Regelwerken und Richtlinien mit den entsprechenden Anforderungen in Zusammenhang gestellt. In der Praxis wird das in der Regel so ablaufen, dass der Planer oder Baumeister in der Anwendungsnorm ÖNoRM B 6400 das jeweilige Bauteil aufsucht und dort die entsprechenden Hinweise zur Auswahl eines geeigneten Dämmstoffes findet. Dies erfolgt über einen so genannten code- bzw. Bezeichnungsschlüssel mit den erforderlichen Leistungsdaten des Dämmstoffes.

Die ÖN B 6000 ist mit Jahresbeginn 2017 neu erschienen. Die wichtigsten Änderungen für unsere Produkte können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Neue Sockeldämmplatte EPS-S (austyrol -Type EPS ASGK): Spezielle Wärmedämmplatte (Formteilplatte) mit ausgewogenen Eigenschaften für diesen Anwendungsbereich.
  • Erweiterung der Perimeterdämmplatten EPS-P (austyrol -Type EPS AP150 - 250): höhere Druckfestigkeiten und Anwendung unter Fundamentplatten.

Zudem wurden die formellen Änderungen der EN 13163 (Produktnorm) in die ÖNoRM B 6000:2017 aufgenommen. Diese Normen finden Sie unter: www.on-norm.at

Thermische Sanierung:
Unter thermischer Sanierung versteht man Maßnahmen zur Verbesserung der energetischen Qualität eines Hauses. Bei einem Großteil der errichteten Gebäude zwischen 1945 und 1980 ist dies deutlich schlechter als im Neubau. WDVS tragen dazu bei, die Heizkosten deutlich zu reduzieren und den Wohnkomfort sowie die Behaglichkeit wesentlich zu steigern. Zudem dienen WDVS in dieser Anwendung auch zur Sanierung eventuell schadhafter Bausubstanz, anstelle reiner Putz und Anstrichlösungen. Bei Problemen bei der Sanie- rung mit Dämmstoffdicken können wir auf unsere höher dämmenden Produkte wie EPS80-F/profi verweisen.

Verarbeitung des Dämmstoffes:
Wichtig ist, dass während der gesamten Verarbeitungs-, Trocknungs- und Erhärtungsphase die Umgebungs-, Untergrund- und Materialtemperatur mindestens + 5°C betragen sollte. Ebenso können ungünstige Witterungseinflüsse wie z.B. Temperaturen über + 30°C, Wind und direkte Sonneneinstrahlung die Materialeigenschaften verändern. Hier sind zusätzliche Maßnahmen wie z.B.: Beschattung durch geeignete Gerüstnetze zu treffen. ÖN B 6400-1 (ÖN B 6410) gibt weitere Hinweise für die Verarbeitung.

[ SOCKEL BZW. SPRITZWASSERBEREICH ]
Im Sockelbereich sollten nur aufeinander abgestimmte Komponenten eines Systems verwendet werden und die geeigneten Wärmedämmplatten lt. Angaben des Systemherstellers z.B. EPS-ASGK (Sockel-Automatendämm- platten mit geraden Kante) bzw. XPS-Dämmplatten eingesetzt werden. Hier sind vor allem die mechanischen und feuchtebedingten Beanspruchungen zu beachten. Als Sockelbereich sprechen wir von der Gelände- bzw. Belagsoberkante bis zu einer Höhe von mind. 30 cm. Für eine optimale Verarbeitung sollte ein Sockel von mind. einer Plattenhöhe vorgesehen werden.

[ PERIMETER BZW. ERDBERÜHRTE BEREICHE ]
Für die Perimeterdämmung ist die Außenseite des betreffenden Bauteils z.B.: Kellerwand außerhalb der Bauwerksabdichtung anzusehen. Hier werden normalerweise EPS AP (Perimeter-Automatendämmplatten) mit Stufenfalz 150-200 bzw. XPS-Platten mit Stufenfalz eingesetzt.

Weitere Verarbeitungsrichtlinien bzw. Vorgaben sind mit dem jeweiligen Systemhersteller abzusprechen. Dies gilt auch für die Verwendung von Dübeln, Verlegen von Platten, Kleberauftrag, Ecken- und Anschlussdetails.

Weitere Verarbeitungsrichtlinien bzw. Vorgaben sind mit dem jeweiligen Systemhersteller abzusprechen. Dies gilt auch für die Verwendung von Dübeln, Verlegen von Platten, Kleberauftrag, Ecken- und Anschlussdetailverarbeitung u.v.m.

Fassadendämmplatten EXTRA mit Dübellöchern

[ Die optimale Lösung zum besten Preis. Kostenersparnis durch Einheitsdübel ]

Die Dübellöcher erleichtern die Verarbeitung auf der Fassade. Optimale Eigenschaften bezüglich der Wärmeund
Kälteübertragung wird gewährleistet. Super einfach und schnell unser neues System auf der Fassade.


[ PRODUKTBESCHREIBUNG ]
Bei den von uns werkseitig gefertigten „Dübelplatten“ handelt es
sich um Fassadendämmplatten gemäß Produktnorm EN 13163, die
als Komponente (Wärmedämmstoff) im Wärmedämmverbundsystem
eingesetzt werden.


Die Dämmplatten werden mit Sacklöchern von einem Durchmesser von
7 cm
werkseitig vorgefertigt. Diese Sacklöcher werden immer auf die
jeweilige Tiefe gefräst, damit die Dübellängen bei allen Dämmdicken
gleich lang sind.


Die eingesetzten Dübel müssen für den jeweiligen Untergrund wie
Stein, Ziegel oder Holz geeignet sein. Die Dübel können als Schraubbzw.
Schlagdübel ausgeführt werden.
Zum Verschließen der Löcher werden Stoppel (Dämmstoffrondellen),
die aus verschiedenen Dämmstoffen je nach Bedarf produziert werden,
verankert.


Für die Fassadendämmplatten werden Stoppeln in Meterware produziert, sodass unterschiedlich tiefe Sacklöcher
ausgefüllt/verschlossen werden können, diese werden dann bündig an der Fassade abgeschnitten. (Abb. 2)


[ EIGENSCHAFTEN ]
FCKW-, HFCKW-, HFK- bzw. HBCD-frei, feuchtigkeitsunempfindlich,
recyklatfrei, formstabil, erhöhte Maßgenauigkeit, diffusionsoffen (gelochte Platte).


[ NORM ]
Die Fassadendämmplatten entsprechen der Produkttype EPS-F gemäß ÖNORM B 6000
(Stufen und Klassen). Die Anordnung der Dübellöcher ist grundsätzlich durch die ÖNORM geregelt.
Natürlich kann auch eine andere Aufteilung/Anordnung der Löcher bestellt werden. (Abb. 1)


Für die Durchziehkraft liegen Prüfergebnisse vor, die der ÖNORM B 6400-1 entsprechen (5%-Fraktilwert/
Vertrauensniveau 90 %). Diese Prüfergebnisse (≥ 0,50 kN) entsprechen somit den Anwendungskriterien
für WDVS gemäß ETAG 004 und nationalen Normen im Sinne der Baustoffliste ÖE.


[ VORTEILE ]

  • Keine Dübel-Abzeichnung an der fertigen Fassade durch Materialunterschiede oder
  • unterschiedliche Unterputzdicken
  • keine Wärme- und Kälteübertragung durch Dübel
  • Einfache Lagerhaltung der Einheitsdübel
  • Kostenersparnis durch Einheitsdübel
  • Arbeitserleichterung bei der Verarbeitung durch vorgefräste Bohrhilfen
  • Normgerechte Verarbeitung wird durch Vorgabe der Dübel-Abstände gewährleistet


Dübelschema für die Dübelplatten: Die werksseitig vorgefertigten Sacklöcher entsprechen dem
Dübelschema gemäß ÖNORM B 6400-1 (W-Schema) für 6 Dübel/m2. Auf Wunsch kann das
Dübelschema bis zu 12 Dübel/m2 erweitert werden.
Für andere Anordnungen als das „W-Schema“ liegen derzeit keine Erfahrungen vor (Prüf- und Warnpflicht).

Es wird darauf hingewiesen, dass ausschließlich Dübel eingesetzt werden dürfen, die der ETAG-014
entsprechen. Die eingesetzten Dübel müssen Teil der Systemzulassung (ETZ) des jeweiligen Systemhalters sein

[ Verarbeitung ]
Jede Platte hat im Sackloch eine vorgefräste Bohrhilfe in Bohrerdicke (ca. 8mm),
damit der Dübel immer in der Mitte sitzt. Bei der Verlegung wird
nun die Platte versetzt verklebt, im Bohrloch gebohrt, der Dübel
mittels Setzwerkzeug gesetzt und mit dem geeigneten Stoppel
aus Dämmstoff verschlossen.


[ Anwendung ]
EPS-Fassadendämmplatte in unterschiedlicher Qualität (weiß, schwarz-weiß
und schwarz) für das Außenwand-Wärmedämmverbundsystem gem. Richtlinie
ETAG 004. Prinzipielle Anwendungsgebiete siehe auch ÖN B 6000:2017, EPS-F.


Dübelverbrauch m² in cm:
( 1 Stange = 1m immer auf ganze Meter runden)

Dicken

100

110

120

130

140

150

160

170

180

190

200

210

220

230

240

250

260

270

280

290

300

Stoppel-
menge

(cm/Pkt.)

53

54

66

78

68

77

86

95

104

75

81

87

93

99

105

111

117

62

65

68

71